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Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,

das Jahr neigt sich dem Ende, die Corona-Pandemie bleibt, so sind in den letzten Tagen in der Rechtsschutzabteilung aufgrund der schnellen Entwicklung der Impfungen verschiedenste arbeitsrechtliche Fragen in der Geschäftsstelle der Kirchengewerkschaft aufgelaufen.

Wir möchten der Einfachheit halber die eine oder andere Frage aufwerfen und einen Rechtshinweis darauf geben.

Corona-Impfung

Die Kolleginnen und Kollegen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, stationären Einrichtungen mit Bewohnern der hohen Risikogruppe Ü80 und deren Mitarbeitenden und Pflegenden gehören in die höchste Priorität bei der, in den nächsten Tagen beginnenden Corona-Impfung.

Daraus ergab sich die Frage, ob der Betrieb Mitarbeitende zur Corona-Impfung verpflichten kann?

Es gibt keine gesetzliche Impfpflicht in Deutschland. Aber der Dienstgeber darf sehr wohl Konsequenzen ziehen, wenn Mitarbeitende durch Impfverweigerung dadurch ihrer Arbeit nicht nachkommen könnten.

Hierbei handelt es sich in der Regel um eine individuelle Entscheidung, ob ich mich als Arbeitnehmer*in impfen lassen will. Besonders in Gesundheitsberufen, Pflegeberufen, wo mit Infektionsrisikogruppen gearbeitet wird, kann der Fall auftreten, dass der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer unmissverständlich deutlich macht, dass sie/er sich bitte zur Erhaltung ihrer/seiner Arbeitskraft impfen lassen möge. Ob die Impfung vor Ort  oder in Impfzentren vorgenommen wird, mag dabei noch uninteressant sein. Wenn der Arbeitnehmer*in sich, warum auch immer, diesem entzieht oder für sich gute, persönliche Gründe hat, kann der Arbeitgeber in letztendlicher Konsequenz daraus sehr wohl Konsequenzen ziehen.

Dieses könnte in der Konsequenz bedeuten, wer sich bewusst nicht impfen lässt und dadurch etwa nicht mehr am Patienten einsetzbar ist, könne im härtesten Falle auch den Anspruch auf Bezahlung verlieren, da er dann nicht mehr für den Dienstgeber einsetzbar wäre, also seine arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen könnte.

Der Arbeitgeber ist gemäß § 23 und § 23 a des Infektionsschutzgesetzes verpflichtet, insbesondere in Heimen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen, ausdrücklich die Weiterverbreitung zu vermeiden. Dafür dürfte es notwendig und nötig sein, dass der Dienstgeber den Impfstatus seines Personals kennt. Im Umkehrschluss könnte es bedeuten, wenn der Dienstgeber hiervon keine Kenntnis hat, ob und welche Mitarbeitenden entsprechend geimpft sind und/oder dann eingesetzt werden, könnte dieses Schwierigkeiten für die Dienstgeber geben.

Man muss aber bei der Gesamtbewertung dieses Themas immer von einem Einzelfall ausgehen.

So ist zu prüfen: Wie groß ist das Risiko? Wen gefährdet der Kollege und was wäre die geeignete Schutzmaßnahme, z.B. Impfen?

Wir können im Moment nicht einschätzen, wie viele Kolleginnen und Kollegen, die in der Pflege oder in anderen systemrelevanten Bereichen arbeiten, sich impfen lassen wollen und impfen lassen werden.

Mitbestimmungsrechtliche Fragen bei Testungen

Aus vielen Einrichtungen, gleich welcher Art, hören wir in den letzten Tagen verstärkt, dass Serien-/Reihentestungen auf den Virus durchgeführt werden bzw. durchgeführt werden sollen. Durch die sogenannten Schnelltestungen sind viele Mitarbeitervertretungen verunsichert.

Nach unserer Einschätzung unterliegt die Testung dem Mitbestimmungsrecht und der Mitbestimmungspflicht der Mitarbeitervertretung gemäß § 40 b: Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen und gesundheitlichen Gefahren.

Nach Auffassung der Rechtsschutzabteilung der Kirchengewerkschaft sind folgende Fragestellungen zu überprüfen: Sind die Tester entsprechend geschult? Wer testet? Wer ist für die Testung verantwortlich? Gibt es für die entsprechenden Kolleginnen und Kollegen eine Gefährdungsbeurteilung? Sind die entsprechenden Räumlichkeiten vorhanden und wie wird mit den Kolleginnen und Kollegen umgegangen, die sich nicht testen haben lassen bzw. testen lassen wollen.

In der Konsequenz hören wir, dass durch die Testung auch eigenes Personal abgezogen und umversetzt wird. So wird es an anderen Stellen eine Arbeitsverdichtung geben. In dieser Situation der Arbeitsverdichtung muss nach unserer Auffassung zwingend mit der Geschäftsführung geklärt werden, inwieweit es hier eine Personalumverteilung gibt, so dass es keine extreme Arbeitsüberlastung in den anderen Bereichen gibt.

Durch Anordnung des Arbeitsgebers, eine Testung (Schnelltest) vorzunehmen, ist die Zeit nach unserer Auffassung auch Arbeitszeit.

Für die Mitarbeitervertretung ist wichtig, wenn es einen sogenannten Krisenstab oder eine Arbeitsgruppe oder eine Ad-hoc-Kommission oder vergleichbares gibt, dass die MAV hier Teil dieser Gruppe und damit auch Teil der Belange um den Arbeits- und Gesundheitsschutz ist.

Im Grundkern kommt der Mitarbeitervertretung aber ausschließlich eine Wächterfunktion zu, so dass sie, die Mitarbeitervertretung, das Recht hat, die Dokumente, die Beschlüsse, die Umsetzung und die Ergebnisse einzusehen und zu dokumentieren.

Des Weiteren ist die Überprüfung von Dienstvereinbarungen zu Arbeitszeitkonten oder Arbeitszeitregelungen noch von besonderer Bedeutung. In vielen kirchlichen, diakonischen und caritativen Einrichtungen gibt es Regelungen in Form einer Dienstvereinbarung, die durch die aktuelle Situation nun so nicht mehr angewandt werden bzw. angewandt werden können. Hier sei noch einmal der Hinweis darauf gegeben, dass bei kurzfristiger oder auch anders gelagerter Veränderung von Dienstplänen eine Mitbestimmungspflicht besteht.

Maskenpflicht

Viele Kolleginnen und Kollegen haben in der Rechtsschutzabteilung der Kirchengewerkschaft angerufen und gefragt, ob die FFP2-Masken vom Arbeitgeber bereitgestellt, also auch bezahlt werden müssen. Nach unserer Auffassung definitiv ja.

Daraus ergab sich dann eine verstärkte Anfrage, ob der Arbeitgeber eigentlich die Maskenpflicht am Arbeitsplatz anordnen kann oder ob es Ausnahmeregelungen gibt.

Hierzu hat das Arbeitsgericht Berlin mit Urteil vom 15. Oktober 2020, AK: 42 Ka 13034/20 in ihrer Presseerklärung vom 18.12.2020 erklärt, dass im Rahmen des § 3 Arbeitsschutzgesetzes die Grundpflicht des Arbeitgebers besteht, dem Arbeitnehmer am Arbeitsplatz Sicherheit und Gesundheit zu garantieren. Hieraus leitet das Gericht ab, dass im Rahmen der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer eine Maskenpflicht zwingend angeordnet werden kann. Das Arbeitsgericht Berlin ist der Auffassung, dass der Arbeitgeber die Pflicht hat, die Beschäftigten, das Publikum, die Klienten vor Infektionen zu schützen.

Ein Gesichtsvisier sei nicht der richtige Schutz, sondern es bedarf entsprechend der medizinischen und Virologeneinschätzung das Tragen eines Mund- Nasenschutzes aus gesundheitlichen Gründen. Dieses ist dem Arbeitnehmer zumutbar.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Rechtsschutzabteilung der Kirchengewerkschaft versucht regelmäßig aktuelle Informationen und, sofern sie dann vorliegen, Rechtsprechungen zu diesem Thema auch an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Gerne teilen Sie es mit Ihren Kolleginnen und Kollegen, teilen es über Ihr Intranet oder sonstige Arbeitsverteiler.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie alle Corona-mäßig negativ bleiben, stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung und verbleiben mit besten Empfehlungen für die Rechtsschutzabteilung der Kirchengewerkschaft

Hubert Baalmann

Gewerkschaftssekretär

 

 

 

 

Kirchlicher Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag (KAT) und Kirchlicher Tarifvertrag Diakonie (KTD) in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland 

Erklärung

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des Rundschreibens 9/2020 des Verbands Kirchlicher und Diakonischer Anstellungsträger in Norddeutschland (VKDA) vom 16.12.2020 erklären wir wie folgt:

 

Die Tarifkommission der Kirchengewerkschaft für den Bereich des Kirchlichen Arbeitnehmerinnen Tarifvertrags (KAT) und des Kirchlichen Tarifvertrags Diakonie (KTD) haben entgegen der Äußerung des Geschäftsführers des VKDA, Herr Buckentin, die „Corona-Prämie“ in ihrem Forderungskatalog dem Arbeitgeberverband bei den Entgeltverhandlungen 2020 vorgetragen.

Im Bereich des KTD haben wir bei den Tarifgesprächen am 10.06.2020 sehr intensiv über das Thema Corona und die Corona-Prämie gesprochen.

Seitens der Kirchengewerkschaft wurden insbesondere auf die besondere Belastung der Jugendhilfe, der Wohngruppen und der Tageförderung eingegangen. Anhand von aktuellen Beispielen aus der Praxis wurden die Situationen der einzelnen Bereiche, die im KTD tarifiert sind, dargestellt.

Die Dienstgebervertreter haben hier zwar die Anerkennung der geleisteten Arbeit mit einem Dank ausgesprochen, sahen sich aber außerstande, hierfür eine finanzielle Prämie auszuzahlen.

In einem Spitzengespräch mit Vertretern der Diakonie Schleswig-Holstein Ende September 2020 haben die Vertreter des Landesvorstandes Nord und der Tarifkommission noch einmal ausdrücklich auf die besonderen Belastungen und der Forderung nach einer sozial- und steuerfreien monetären Anerkennung hingewiesen. Auch die Spitzenvertreter der Diakonie Schleswig-Holstein sahen hier keine finanziellen Möglichkeiten.

In den unterschiedlichen Tarifgebieten KAT und KTD wurde für den Bereich der Diakonie durch die Verhandlungsgruppe des VKDA mitgeteilt, dass eine Corona-Prämie, gleich welcher Höhe, nicht über die Refinanzierungsträger beglichen werden wird, hier auch kein Rettungsschirm greifen wird, so dass aus Sicht des Arbeitgeber-verbands keine Verhandlungsgrundlage und keine Verhandlungsbereitschaft bestehen würde.

Gleiches für den Bereich des KAT. Die Verhandlungskommission der Kirchengewerk-schaft hat deutlich gemacht, dass die Belastungsgrenzen und die geleistete Arbeit der Kolleginnen und Kollegen während der Pandemie erreicht sind und eine entsprechende Einmalzahlung als steuer- und sozialversicherungsfreie Prämie gezahlt werden sollte.

Hier hat der VKDA damit argumentiert, dass nach Einschätzung des Kirchensteuerauf-kommens 2020/2021 eine Auszahlung für die einzelnen Dienstgeber nicht finanzierbar wäre und es hingegen eher eine Entgeltrunde im 0-Komma-Bereich geben müsse.

Somit dementieren wir die Aussage des VKDA-Rundschreibens vom 16.12.2020 unter III., letzter Absatz, dass die Kirchengewerkschaft die Corona-Prämie als Einmalzahlung nicht gefordert habe.

Grundsätzlich ist zur Corona-Prämie im Vergleich zum TVöD aus Sicht der Kirchengewerkschaft noch einmal klarzustellen, dass hier keine Vergleichbarkeit gegeben ist. Die Tarifvoraussetzungen und die Entgeltvoraussetzungen zwischen TVöD, KAT und KTD sind nicht vergleichbar. Im TVöD hat es für sieben Monate keine Steigerung der Entgelttabelle gegeben.

Hier hat der TVöD zwischen den Verhandlungs-partnern die zurzeit rechtliche Möglichkeit einer Zahlung an die Arbeitnehmer*innen zwischen Brutto = Netto genutzt, ohne linearer Lohnerhöhung.

Im Gegenzug hat dann die Kirchengewerkschaft im KAT und KTD eine durchlaufende Entgeltsteigerung mit dem VKDA tarifrechtlich vereinbaren können.

Die Tarifkommission der Kirchengewerkschaft sowie die jeweiligen Verhandlungs-kommissionen KAT und KTD bedauern, dass es durch die Darlegung des VKDA zu einer massiven Verunsicherung der Gewerkschafts-kolleginnen und -kollegen und der tarifvertragsbegünstigten Kolleginnen und Kollegen gekommen ist.

 

Die Kirchengewerkschaft dementiert die Aussage des VKDA.

 

Für die Tarifkommission der Kirchengewerkschaft Landesverband Nord

 

Ursula Einsiedler Landesvorsitzende

Thomas Marek Vorsitzender der Tarifkommission KTD

Jörgen Schulz    Vorsitzender der Tarifkommission KAT

 

 

 

 

 

ADK-Info 3/2020

Bericht aus der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission vom 10.12.2020

Corona- Sonderzahlung

Nun ist es amtlich! Die einmalige „Corona-Prämie" für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst wurde in der ADK beschlossen. Das bedeutet, dass die KiTa-Kolleg*innen mit der Dezemberabrechnung

600 € (Entgeltgruppen S2 S 8b)

400 € (Entgeltgruppen S9 – S18)

steuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt bekommen (Teilzeitkräfte erhalten die Prämie anteilig).

Diese Corona-Prämie ist Teil des Tarifabschlusses TVöD 2020 für den Sozial- und Erziehungsdienst. Alle weiteren Beschäftigten in den Kindertagesstätten, die nach dem TV-L eingruppiert sind, erhalten leider keine Corona-Prämie, aber den nächsten Schritt der Gehaltssteigung zum 01.01.2021.

Über die restlichen Bestandteile und Regelungen des TVöD-Abschlusses wird in der ADK erst 2021 verhandelt, wenn der endgültige Tariftext vorliegt. Hier ist unser Bestreben, dass die vorgesehene erste Gehaltssteigerung zeitgleich wie im öffentlichen Dienst zum 01.04.2021 zur Auszahlung kommt.

Noch immer keine Einführung des Leistungsentgeltes

Die kontroversen Diskussionen sollten endlich ein Ende haben! Deshalb hat die Arbeitnehmerseite ihren Antrag auf Einführung eines Leistungsentgeltes im Sinne des § 18 TVöD (VKA) für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst zur Abstimmung gebracht. Die Arbeitgeberseite hat den Antrag abgelehnt. Nach einer zweiten Abstimmung im nächsten Jahr wird in einem Schlichtungsverfahren eine endgültige Klärung herbeigeführt werden. Die lange Zeit vorgetragenen Bedenken der Arbeitgeberseite greifen nach dem neuen Abschluss TVöD nicht mehr durch, denn dort werden bestehende Dienstvereinbarungen, die eine pauschale Ausschüttung des Leistungsentgeltes auch ohne zwingende Leistungsbewertung vorsehen, nunmehr als rechtmäßig anerkannt.

Entgeltumwandlungen

Beschränkung der Anbieter für die Landeskirche Hannover

Für die Beschäftigten in der Landeskirche Hannovers erfolgt ab 01.04.2021 eine Beschränkung auf zwei kirchennahe Anbieter (verka und vrk) für einem Abschluss von Verträgen nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz.

Arbeitgeberzuschuss nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz

Der gesetzlich vorgesehene Zuschuss des Arbeitgebers in Höhe des Sozialversicherungsanteils wird für alle Neuverträge, die ab dem 01.01.2019 abgeschlossen wurden, ab dem 01.04.2021 mit 15 % pauschalisiert. Dies ist für viele Mitarbeitende ein finanzieller Vorteil und erspart den Personalabteilungen die zurzeit gegebenen komplizierten Einzelfallberechnungen. Die von der

Arbeitnehmerseite geforderte Bezuschussung auch der bereits bestehenden Altverträge wurde von der Arbeitgeberseite abgelehnt. Eine Bezuschussung für Altverträge ist gemäß Gesetzeslage spätestens ab dem 01.01.2022 verpflichtend umzusetzen. Die Arbeitgeberseite ist auf unser Drängen bereit, über einen früheren Zeitpunkt zu verhandeln.

Fahrradleasing durch Entgeltumwandlung

Ab dem 01.03.2021 können die zuständigen Mitarbeitervertretungen mit den Anstellungsträgern Dienstvereinbarungen über die Nutzung von Diensträdern abschließen. Die Versicherungs- und Wartungskosten trägt der Arbeitsgeber. Dies bedeutet einen Zuschussanteil von bis zu 20 %. Die Mitarbeitenden haben durch die Entgeltumwandlung der Leasingraten einen Steuervorteil und sparen Sozialversicherungsabgaben. Für die Nutzung eines Dienstfahrrades auch für private Zwecke zahlt der Mitarbeitende somit ca. 2/3 der Leasingkosten und ist rundum abgesichert. Für das Fahrradleasing werden die Kirchen einen Rahmenvertrag mit einem Leasinggeber anstreben.

Kurzarbeit weiterhin möglich (mit Aufstockungsbeträgen bis 95 %)

Die am 31.12.2020 auslaufende Regelung ist aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31.12.2021 verlängert worden.

Besonders schwierige fachliche Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst

Der Katalog der Tätigkeiten, die zu einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe S 8b führen, sollen präzisiert und erheblich erweitert werden. Dadurch werden Fachkräfte leichter gewonnen und gehalten. Unser Antrag dazu ist zur weiteren Verhandlung in den Vorbereitungsausschuss verwiesen worden.

Vier Urlaubstage für organisierte Mitglieder

Der Antrag der Kirchengewerkschaft Niedersachsen ist in den Vorbereitungsausschuss verwiesen worden. Hier geht es um die Schaffung eines Vorteils für Mitarbeitende, die Mitglied einer in der ADK vertretenden Arbeitnehmerorganisationen sind.

Standards für Dienstverträge

Der Antrag der Dienstgeberseite auf neue Dienstvertragsmuster wurde abgelehnt. Die Arbeitnehmerseite sieht es als notwendig an, über die Ausgestaltung der aufzunehmenden verbindlichen Punkte noch weiter zu verhandeln.

 

Wir wünschen allen Beschäftigten eine schöne Adventszeit, ein gesegnetes Fest und vor allem ein gesundes neues Jahr 2021.

gez. Werner Massow

gez. Erik Bothe

gez. Ralf Vullriede    ( Kirchengewerkschaft)

 

 

KAT-Abschluss ist geschafft!

  • Tariferhöhung in Höhe von insgesamt 2,1%.
  • Ab 01.10.2020 1,5%, zum 01.04.2021 weitere 0,6%.
  • Laufzeit bis zum 31.12.2021.

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

nach zähen Verhandlungen konnte nun auch im KAT (Kirchlicher Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag) ein Ergebnis erzielt werden.

Es gibt rückwirkend zum 01.10.2020 eine Tariferhöhung in Höhe von 1,5% und ab 01.04.2021 weitere 0,6%.

Die Verhandlungen und die Durchsetzung unserer Forderung gestalteten sich pandemie-bedingt noch schwieriger als sonst. Wir mussten um jeden 0,1%-Punkt kämpfen.

Aufgrund der wenig vorhersehbaren Situation haben wir entschlossen, nur bis zum 31.12.2021 zu verhandeln.

Die Bemühungen um eine sogenannte Corona-Prämie, die insbesondere der Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen dienen sollte, die besonders hart von der Pandemie betroffen waren, scheiterten leider. Laut Aussage des VKDA (Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger in Norddeutschland) wären solche Prämien nicht refinanzierbar.

Im Unterschied zum öffentlichen Dienst gibt es allerdings eine Entgeltsteigerung nicht erst zum 01.04.2021, somit keine „Null-Monate“.

Ebenso wurde unsere Kernforderung, „Wahlmöglichkeit für Gewerkschaftsmitglieder zwischen Entgelt und Freizeit“, auf die nächste Verhandlungsrunde verschoben. Diese Entscheidung fiel uns sehr schwer, war aber aufgrund der ohnehin sehr angespannten Verhandlungsatmosphäre unumgänglich.

Auch wurde die Höhergruppierung der SPAs mit Zusage der Verhandlungsbereitschaft seitens des VKDA auf die nächste Tarifrunde verschoben.

Diese Runde war besonders hart und ich möchte mich bei allen Mitgliedern bedanken, die sich mit „reingehängt“ haben.

Es bestätigt sich wieder, wie wichtig unsere gewerkschaftliche Arbeit und der Kampf um gerechte Arbeitsbedingungen ist.

Ebenso bestätigt sich, dass unsere Forderung nach einem „Gewerkschaftsbonus“ als eine Kernforderung stehen bleiben muss. Gewerkschaftsarbeit der Mitglieder muss honoriert werden. Gerade in dieser Zeit, in der Solidarität noch wichtiger ist, muss verdeutlicht werden, dass ein bloßes „Dranhängen“ eigentlich nicht ausreicht.

Ich möchte mich vor allem bei allen ehrenamtlichen Mitgliedern bedanken, die trotz der widrigen Umstände auch die müßigen Präsenzsitzungen ertragen haben.

Wer aber keinen Wert auf Gehaltssteigerungen legt und generell Tarifarbeit nicht unterstützen möchte und mit dann weniger gut leben kann, hat natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, „Nicht-Mitglied zu bleiben“.

Mit solidarischen Grüßen

 

Jörgen Schulz
Vorsitzender der Tarifkommission KAT

 

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Neue Informationen aus dem Landesverband Hessen

Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,

wir senden euch eine gemeinsame Stellungnahme der Sozialpartner der Arbeitnehmerseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Hessen.

Angesichts der überaus schwierigen Arbeitsbedingungen, denen Mitarbeitende in allen Einrichtungen der Diakonie Hessen aufgrund der Corona-Situation immer noch ausgesetzt sind, hat die Dienstnehmerseite die Dienstgeberseite in der ARK-Sitzung am 19.11.2020 aufgefordert, gemeinsam eine Regelung für eine Corona-Sonderzahlung zu schaffen.

Im öffentlichen Dienst ist dies mit dem „Tarifvertrag über eine einmalige Corona-Sonderzahlung" und im Bereich der Diakonie Rheinland, Westfalen und Lippe durch eine entsprechende Regelung geschehen.

Die Dienstgeberseite konnte sich jedoch auch nach längerer, sehr konträrer Diskussion nicht zu diesem Schritt bewegen lassen. Die Dienstnehmerseite bedauert das sehr und wertet dies als ein falsches Signal und mangelnde Wertschätzung gegenüber den hochbelasteten Kolleginnen und Kollegen.

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die besondere Belastung der Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der anstehenden Entgeltverhandlungen im Bereich der Diakonie Hessen entsprechend honoriert wird."

Für die Kirchengewerkschafts Mitglieder der ARK Diakonie Hessen

Markus Karger; Burkard Schops,

Jens Kretschmer; Joachim Heinisch

 

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