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Kindergärtnerin mit Kindern

„Dein Lohn soll nicht nur dienen sein.“ Mitarbeitende in Kirche, Diakonie und Caritas sind Teil unserer Gesellschaft wie jeder andere Bürger auch. Die Kirchengewerkschaft setzt sich dafür ein, dass sie rechtlich und finanziell den nichtkirchlichen Mitarbeitenden gleichgestellt und nicht länger in einer völlig unzeitgemäßen Abhängigkeit gehalten werden.

Foto: iStockphoto/kate_sept2004


Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Krippengeld keine Lösung -

Besseres Finanzierungssystem und bessere Rahmenbedingungen sind die wichtigsten Großbaustellen im Kitabereich

Kiel, 20.09.2016. „Das Kita-System ist hochgradig einsturzgefährdet. Das Krippengeld bringt uns hier nicht weiter. Denn es sorgt weder für eine auskömmliche Finanzierung noch für einen fachgerechten Fachkraft-Kind-Schlüssel. Das ist aber das, was wir im Land brauchen", erklärt Markus Potten, VEK-Geschäftsführer und zugleich Sprecher des Kita-Aktionsbündnisses. „Unsere wichtigsten Großbaustellen sind die gesamte Kita-Finanzierung und die Rahmenbedingungen für Kinder und Beschäftigte. Wenn wir hier nicht endlich grundlegend etwas verändern, bricht uns das Ganze wie ein Kartenhaus zusammen", warnt er.

Am Donnerstag (22-10-20106) soll das „Familienstärkungsgesetz" in 2. Lesung vom Schleswig-Holsteinischen Landtag verabschiedet werden. Ein Bestandteil dieses Gesetzesvorhabens ist das „Krippengeld".

An die Landtagsabgeordneten appelliert Potten im Namen des Kita-Aktionsbündnisses: „Setzen Sie die Prioritäten richtig! Verzichten Sie auf das Krippengeld! Was wir im Lande vor allem brauchen, ist eine einheitliche, auskömmliche, flächendeckende Kitafinanzierung und gute Rahmenbedingungen in den Kitas. Das kommt dann auch allen Familien zugute." Aktionsbündnis Unsere Kinder – unsere Zukunft

Für die Familien sei das Krippengeld nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Noch wichtiger für die Eltern ist es, ihre Kinder in den Einrichtungen gut aufgehoben zu wissen. Dafür brauchen wir im Interesse von Kindern und Beschäftigten einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel. Um das sicherzustellen, wird jeder Cent im Kita-System benötigt!", so Potten. Dies zeige auch eine Studie, die das Aktionsbündnis in Auftrag gegeben hat und deren Ergebnisse voraussichtlich im Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das Kita-Aktionsbündnis schätze die Aktivitäten der derzeitigen Landesregierung, durch Erlasse zu Familienzentren, Fachberatung, Qualitätsentwicklung u.a. die Entwicklung der Kitas voranzubringen. „Dies alles sind wichtige und notwendige Maßnahmen, die wir begrüßen. Und dass Eltern hierzulande finanziell entlastet werden müssen, wird aus dem Kita-Aktionsbündnis niemand abstreiten", meint Potten. „Die kostenfreie Kita bleibt ein richtiges und wichtiges Ziel. Doch im Kita-Bereich gibt es im Augenblick größere Probleme. Lassen Sie uns daran gemeinsam arbeiten."

Das Kita-Aktionsbündnis in Schleswig-Holstein besteht aus der Landeselternvertretung für Kindertageseinrichtungen, den Gewerkschaften sowie den Freien Wohlfahrtsverbänden und dem Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.V. (VEK).

 

 

Tarif KAT

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Tarifvertrag KAT läuft mit Datum 30. September 2016 mit der Entgelttabelle aus. Die Tarifkommission hat sich in den letzten Wochen intensiv mit einer Tarifforderung für die anstehenden Verhandlungen auseinandergesetzt.

Somit möchten wir nun alle organisierten Kolleginnen und Kollegen als auch Interessierte davon in Kenntnis setzen, dass die erste Tarifrunde am Mittwoch, den 7. September 2016, erfolgt ist und die Kirchengewerkschaft folgende Forderungen vorgelegt hat.

Lineare Gehaltsanhebung zum 01.01.2017 von 6,9 %

  • 1 Jahr Laufzeit
  • Wiedereinführung des Sterbegeldes
  • Einführung einer Zulage bei Einspringen in Freizeit von 50 % gemäß § 12 KAT
  • Einführung des Zeitsparkontos. Wenn der Arbeitnehmer es möchte und einen Antrag stellt, muss der Arbeitgeber dieses einrichten.
  • Für die Berufsgruppen Küster und Kirchenmusiker ist die Forderung, eine Zulage für Arbeiten an gesetzlichen Feiertagen, auch wenn sie auf einen Sonntag fallen. Hiervon sind sie bis dato ausgeschlossen.

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, diese Forderungen gelten für alle, so dass es wichtig ist, dass auch alle organisiert sind. Wir werden Euch/Sie auf dem Laufenden halten.

 

Angebot des Arbeitgeberverbandes am 07.09.2016:

zum 01.10.2016                2,0 %,
zum 01.10.2017                1,2 %
Laufzeit 24 Monate.

Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer bei VBL und EZVK:
01.01.2017      0,2 %
01.01.2018      0,1 %
01.01.2019      0,1 %

Zusätzliche Arbeitnehmerbeteiligung 0,4 %.

 

Die Tarifkommission wird das auf ihrer nächsten Sitzung bewerten.

 

Ohne Dich sind wir einer zu wenig

 

Mitglieder werden wenn ihr mehr Geld wollt!!.

 

Für die Tarifkommission

Ursula Einsiedler, Vorsitzende

Hubert Baalmann, Gewerkschaftssekretär/Dipl.-Jurist

 

 

CETA ist ein Freihandelsabkommen, das demnächst zwischen Kanada und der EU abgeschlossen werden soll.
Die Verhandlungen sind soweit beendet. Das Abkommen soll noch dieses Jahr in Kraft treten. Auch US-Unternehmen mit Standbein in Kanada können dank der in CETA enthaltenen Investitionsschutzregelungen gegen Gesetze der EU-Länder vorgehen, selbst wenn TTIP verhindert wird.
 
 

TTIP ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Amerika.
Ziel ist es, in den geheimen Gesprächen niedrigere Zölle abzubauen und andere Handelshemmnisse zu beseitigen.

Schwierig wird es mit dem Blick, dass es zwischen der EU und Amerika unterschiedliche Standards gibt.

Gefahren werden aus europäischer Sicht gesehen bei der Unterhöhlung des Verbraucherschutzes und des Umweltschutzes.

Große Gefahren, sofern bis dato durchgedrungen, werden darin gesehen, dass die Europäer kein Chlor in ihrem Fleisch als Wachstumshormon sehen und essen wollen.

Gentechnisch behandelte Lebensmittel, die es in den USA und Kanada gibt, könnten unseren Markt überschwemmen.

Der Amerikaner hingegen sieht z.B. Gefahren, dass in dem französischen Rohmilchkäse Krankheitserreger mitgegessen und so in ihr Land eingeführt werden.

Grundsätzlich wird befürchtet, dass sowohl durch CETA wie durch TTIP die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit untergraben werden können.

Der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und unterstützt die bundesweiten Demos am
17. September 2016 in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.

Auf der Straße soll deutlich werden, dass wir die sozialen Standards sowie die nachhaltige Entwicklung in allen Ländern gefördert wissen wollen. Es müssen nationale wie internationale Standards zum Schutz von Mensch, Umwelt und guter Arbeit gestärkt sowie die Entwicklung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung gefördert werden. Die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, insbesondere mit Blick auf die Gestaltungsmöglichkeiten von Staaten, Ländern und Kommunen, ist auch in Zukunft zu sichern.

Somit würden wir uns freuen, wenn viele Kolleginnen und Kollegen der Kirchengewerkschaft mit den anderen Bündnispartnern in ihren Städten oder in den von ihnen erreichbaren Städten gemeinsam zur gleichen Zeit demonstrieren.

Der Bundesvorstand ist in Frankfurt/Main und Hamburg dabei!

Für den Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft

Ralf Reschke Bundesvorsitzender

Hubert Baalmann Gewerkschaftssekretär

Weitere Infomartionen und Termine findet ihr Hier: TTip - Demo

 

Großdemonstrationen am 17. September in sieben Städten

Gemeinsame Pressemitteilung
Bündnis „CETA & TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“

Mit sieben parallelen Großdemonstrationen will ein breites gesellschaftliches Bündnis den immer lauter werdenden Protest gegen die umstrittenen Handelsabkommen CETA und TTIP am 17. September bundesweit auf die Straße bringen. Unmittelbar vor dem SPD-Parteikonvent zu CETA sowie dem entscheidenden Treffen des EU-Handelsministerrats markiert der bundesweite Demonstrationstag den bisherigen Höhepunkt der Proteste. Die mehr als 30 Trägerorganisationen fordern heute in der Bundespressekonferenz den sofortigen Stopp der Verhandlungen über TTIP und die Aussetzung der Ratifizierung von CETA. Für sie sind die Abkommen ein demokratiepolitischer Skandal – ebenso wie das Vorhaben der EU-Kommission, CETA noch vor der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente vorläufig anzuwenden.

Das Bündnis umfasst Gewerkschaften, Globalisierungskritiker, Wohlfahrts-, Sozial- und Umweltverbände, kultur-, demokratie- und entwicklungspolitische Organisationen, Initiativen aus Kirchen und von kleinen und mittleren Unternehmen sowie für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft. Es kritisiert, dass mit CETA und TTIP eine Paralleljustiz für Investoren verankert und rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt werden. Es drohe die Aushöhlung der demokratischen Gestaltungsspielräume. Staaten würden auf Investitionsschutz zu Lasten der Gemeinwohlorientierung verpflichtet, soziale und ökologische Errungenschaften der Gewinnerwartung von Großunternehmen untergeordnet. „Ein demokratisch bestimmtes Gemeinwesen mit hohen sozialen Standards muss Vorrang vor Sonderrechten für grenzüberschreitend tätige Investoren und Unternehmen behalten!“, so Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, ergänzt: „Wo es um Erziehung, Pflege oder soziale Arbeit geht, haben Profitinteressen nichts zu suchen. CETA und TTIP bedrohen soziale Standards, gefährden unsere gemeinnützigen sozialen Dienste und hebeln die Bürgergesellschaft aus. CETA und TTIP müssen deshalb sofort gestoppt werden. Wir brauchen bei beiden Verträgen einen Neuanfang.“

Zu den Leidtragenden der durch die Abkommen forcierten Handelspolitik – insbesondere im Agrarsektor – gehören weltweit „die Ärmsten der Armen“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. „CETA und TTIP stehen im Gegensatz zu einer werteorientierten Handelspolitik und den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Mit CETA und TTIP vergrößern die führenden Industriestaaten die globale Schere zwischen reichem Norden und armen Süden. Damit Handel zum Motor für Nachhaltige Entwicklung und ein gutes Leben für alle wird, brauchen wir faire Abkommen mit höheren, nicht niedrigeren sozialen und ökologischen Standards.“

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, begründet das Engagement aller großen Umweltverbände in der Bewegung gegen die Abkommen: „Wer den Schutz der Natur ernst nimmt, darf keine neoliberale Politik der Deregulierung verfolgen. Die geplanten Freihandelsabkommen versündigen sich an kommenden Generationen, sie sind organisierte Verantwortungslosigkeit.“

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann sieht die „kulturelle Vielfalt“ durch CETA gefährdet: „Weder die öffentliche Förderung von Kultureinrichtungen noch der öffentlich-rechtliche Rundfunk sind ausreichend gesichert. CETA und TTIP sind ein kulturpolitischer Sündenfall, der negative Auswirkungen auf die Künstler, die Kultureinrichtungen und die Kulturwirtschaft in Europa haben wird. Der Kulturbereich arbeitet international, gerade deshalb ist es notwendig, dass die Spielregeln nicht einseitig zu Gunsten weniger Kulturkonzerne verschoben werden.“

Die Organisatoren unterstreichen den transatlantischen Charakter ihres Protestes und distanzieren sich deutlich von nationalistisch motivierter Freihandelskritik. Christoph Bautz, geschäftsführender Vorstand bei Campact: „Am 17.9. gehen Menschen aus allen Schichten und Teilen der Gesellschaft zeitgleich in sieben Städten auf die Straße. Es ist eine Bürgerbewegung, in der alle willkommen sind – außer von rechts außen. Diese Menschen verbindet in all ihrer Vielfalt etwas sehr Grundsätzliches: die Sorge um unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat.“

Alle unterstützenden Organisationen auf der Netzwerkseite des Trägerkreises:
ttip-demo.de/home/netzwerk/

Der Aufruf zu den Demonstrationen: www.ttip-demo.de/home/aufruf

 

 

Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft unterstützt Petition

Trauung für alle auch in der Evangelischen Landeskirche Württemberg.

Die Württembergische Landeskirche ist neben Sachsen die letzte Kirche in der EKD, die weder eine Segnung noch eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare gestattet.

Nach Auffassung des Bundesvorstandes ist es dringend an der Zeit, dass diese Diskriminierung der Paare ein Ende hat.

Gleichzeitig ist es dringend an der Zeit, dass auch der oder die segnenden Geistlichen nicht diskriminiert werden.

Es ist dringend an der Zeit, dass sich homosexuelle genau wie heterosexuelle Paare öffentlich vor dem Traualtar das JA-Wort geben und um Gottes Segen bitten können.

Unter diesen Voraussetzungen und mit dieser dringenden Bitte an die Württembergische Landeskirche hat die Kirchengewerkschaft die Online gestellte Petition unterzeichnet.

Der Bundesvorstand der Kirchengewerkschaft bittet alle Kolleginnen und Kollegen, sich mit diesem Thema gerne auseinanderzusetzen und dann diese Petition zu unterschreiben.

Zu finden ist die Petition unter:  Hier

Im Auftrage des Bundesvorstandes

Hubert Baalmann
Gewerkschaftssekretär

 

 


Kontaktdaten der Kirchengewerkschaft