Logo der Kirchengewerkschaft

Guten Tag und herzlich willkommen!

Wir sind die Gewerkschaft der Mitarbeitenden in Kirche, Diakonie und Caritas.
Als Gewerkschaft vertreten wir unter anderem die

  • wirtschaftlichen Interessen,
  • sozialen Interessen,
  • beruflichen Interessen

unserer Mitglieder. Lernen Sie uns und unsere Arbeit näher kennen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten, was die Kirchengewerkschaft ist, was die Kirchengewerkschaft tut, und wer die Personen hinter der Kirchengewerkschaft sind.

 

Unsere aktuellen Themen (mehr unter „Neues und Aktuelles“):

 

Ausschreibung – ZUSATZSEMINAR

„Mitarbeitervertretung oder Gewerkschaft - wer ist wofür zuständig?"

Die MAV ist die betriebliche Interessen-vertretung der Mitarbeitenden. Sie soll die sozialen Gefüge des Betriebes, die Interessen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten und überwachen. Sie soll prüfen, ob alle Rechte der Mitarbeiter eingehalten werden.

Die Gewerkschaft ist anders. Sie ist ein Zusammenschluss freier Arbeitnehme-rinnen und Arbeitnehmer und wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Sie ist arbeitgeberunabhängig und kann somit Arbeitsrecht, Tarifrecht/AVR als gleichgestellter Verhandlungspartner gestalten.

Gemäß Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG) und Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO) ist es eine zentrale Aufgabe der Mitarbeitervertretung und der Dienst-stellenleitung dafür zu sorgen, dass die Vereinigungsfreiheit in der Dienststelle gewahrt bleibt.

Das Grundrecht der Vereinigungsfreiheit nach Artikel 9 Abs. 3 GG (Grundgesetz) hat auch in Kirche und Diakonie seine Gültigkeit.

Gemäß MVG und MAVO hat die MAV die

Aufgaben, berufliche, wirtschaftliche und soziale Belange der Mitarbeitenden zu fördern. Das Mitbestimmungsrecht der Mitarbeitervertretung ersetzt jedoch nicht die individualrechtliche Vertretung der Mitarbeitenden durch Fachanwälte oder Gewerkschaften.

Dieses Tagesseminar versucht den MAVen Sicherheiten im Umgang mit der eigenen Aufgabe und dem Recht auf Werbung für Mitarbeiterverbände oder Gewerkschaften zu vermitteln.

Zielgruppe: Erfahrene MAVen, Neueinsteiger, Interessierte sowie Gewerkschaftsmitglieder.

Referent: Klaus-Dirk Wildoer, Bildungsreferent

Termin: 4. Juli 2017, 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Ort: HYPERION Hotel Hamburg, Amsinckstraße 39 in 20097 Hamburg

Kosten: 194,00 Euro, inkl. Skript und Verpflegung

Anmeldeschluss: 9. Juni 2017

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine schnelle, kurzfristige Anmeldung hilfreich.

Anmeldungen bitte schriftlich an: Geschäftsstelle der Kirchengewerkschaft Glißmannweg 1 in 22457 Hamburg Telefax: (040) 651 11 19 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ohne Dich sind wir eine*r zu wenig!

 

 

Alle zwei Jahre zieht der Kirchentag eine Stadt fünf Tage lang in seinen Bann. Über 100.000 Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft kommen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken und zu diskutieren.

Der Kirchentag lädt ein, sich einzumischen. Er gibt nicht vor, was richtig oder falsch ist, sondern eröffnet einen offenen und streitbaren Dialog – ob vor 1989 im Ost-West-Konflikt, während der Debatten um die Nato-Nachrüstung in den 1980er Jahren oder gegenwärtig zu Weltwirtschaft und sozialer Gerechtigkeit. So ist der Kirchentag ein gesellschaftliches Forum der Diskussion und Gemeinschaft. Dafür stehen auch viele Persönlichkeiten, die dem Kirchentag ein Gesicht geben.

Ihr findet uns in Hall 1. 2  Stand B22 Messehallen Berlin.

 

Kirchentag 2017 Berlin

 

 

 

Internationaler Tag der Pflege 2017

12. Mai 2017 in der Welt

Der internationale Aktionstag "Tag der Pflege" (auch "Tag der Krankenpflege", "International Nurses Day") findet am 12. Mai 2017 statt. Er wird in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet. Florence Nightingale (geboren am 12. Mai 1820 in Florenz; gestorben 13. August 1910 in London) war eine britische Krankenschwester. Die Tochter einer wohlhabenden britischen Familie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag wird daher ihr zu Ehren der Internationale Tag der Krankenpflege begangen. Insbesondere ihr Einsatz während des Krimkriegs verschaffte ihr in Großbritannien große nationale Verehrung - in die britische Folklore ging sie als Lady with the Lamp ("Dame mit der Lampe") ein, weil sie die von ihr betreuten Kranken im Lazarett mit einer Petroleumlampe in der Hand besuchte.

Nur wenige Pflegende üben ihren Beruf länger als 20 Jahre aus. Kaum verwunderlich, denn Pflege ist anstrengend, stressig und lässt kaum ein Verschnaufen zu. Immer weniger sind bereit, die schwere Arbeit und die zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen in Kauf zu nehmen. Arbeiten am Limit ist wenig attraktiv.

Arbeitsbelastung hoch in der Pflege

Im Faktenblatt "Arbeit in der Pflege - Arbeit am Limit? Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche" der BAuA werden die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege mit denen sonstiger Erwerbstätiger verglichen. Mit schlechten Zahlen für die Branche.

Pflege heißt zu wenig Pausen, schwer Heben und Tragen und das oft im Schichtdienst

An ihre körperlichen und seelischen Grenzen stoßen Pflegekräfte vor allem durch schwierige Arbeitsbedingungen, wie

    • häufig schweres Heben und Tragen, wovon mit 72 % die Pflegekräfte in der Altenpflege mehr als dreimal so oft betroffen sind wie andere Erwerbstätige,
    • lange Stehzeiten,
    • unregelmäßige Arbeitszeiten durch Schichtdienst, in dem 45 % der Kranken- und 35 % der Altenpflegenden arbeiten,
    • zu kurze Erholungs- und Regenerationszeiten,
    • zu wenig Pausen,
    • überdurchschnittlich häufiger Termin- und Leistungsdruck,
    • viele Arbeitsunterbrechungen,
    • hohes Arbeitstempo,
    • Ausüben mehrerer Tätigkeiten nebeneinander und
    • geringer Handlungsspielraum beim Planen und Einteilen von Aufgaben.

Ein besonderer Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die in der Pflege arbeiten.

 

Euer Bundesvorstand.

 

 

 

Die Gehälter in der Diakonie steigen zum 1. Juli um 2,7 Prozent.

Die Gehälter in der Diakonie steigen zum 1. Juli um 2,7 Prozent. Dies hat der Schlichter der Lohnverhandlungen festgelegt, wie der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Die Gehaltserhöhung wird für rund 150.000 Diakoniebeschäftigte unmittelbar wirksam. Für weitere 350.000 Beschäftigte in Einrichtungen der evangelischen Wohlfahrt, deren Löhne auf regionaler Ebene verhandelt werden, hat er Signalwirkung.

Nach Angaben des Dienstgeberverbandes waren die Löhne und Gehälter bereits zum 1. August 2016 um 2,6 Prozent gestiegen. Diakoniebetriebe, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind, dürfen vom Tarifabschluss nach unten abweichen. Für die Altenhilfe, Rehabilitation und Jugendhilfe sieht der Schlichterspruch eine Erhöhung erst zum 1. September vor.

In Zukunft werden nicht mehr allein die Arbeitgeber Beiträge in die kirchliche Zusatzversorgung einzahlen. Der Schlichterspruch sieht für die Altersvorsorge eine Eigenbeteiligung der Mitarbeiter vor: Anteile, die über 4,5 Prozent des Beitrages liegen, sind nun jeweils zur Hälfte von Dienstgebern und Dienstnehmern zu tragen. Beim aktuellen Beitragsstand von 4,8 Prozent bedeutet dies eine Eigenbeteiligung der Beschäftigten von derzeit 0,15 Prozent.

Der Schlichterspruch war notwendig geworden, weil sich die Vertreter der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber in der sogenannten Arbeitsrechtlichen Kommission in den monatelangen Verhandlungen nicht einigen konnten. (epd)

 

Die Geschichte dahinter:

Zum ersten Mal in der Geschichte der ARK-DD wurde ein Abschluss im Schlichtungsverfahren getätigt, bei dem die Arbeitnehmerseite nicht zugegen war, so dass die Stimme des Schlichters entscheidend war. Dabei kam ein Ergebnis heraus, dass die Arbeitgeber als gerade noch erträglich bis an die Schmerzgrenze und teilweise darüber hinaus bezeichnen. Als Arbeitnehmer wird man sagen müssen: Besser als nichts - aber!

In kurzen Worten:
es gibt 2,7% mehr Lohn frühestens ab dem 01.04.17 (durch DV, sonst 01.07.17) spätestens 01.09.17 (in der Altenpflege, Rehabilitation, Jugendhilfe, Ambulante Dienste und Beratungsstellen, durch DV auch drei Monate früher möglich)
Dafür beteiligen sich die Arbeitnehmer ab 01.07.17 an der Zusatzversorgung mit der Hälfte des 4,5% übersteigenden Beitragssatzes (derzeitiger Beitragssatz ist 4,8%, also Eigenbeteiligung: 0,15%)

Für die Ärzte werden die Tarifabschlüsse für kommunale Krankenhäuser übernommen, d.h. Erhöhung des Tabellenentgeltes um 2,3% ab 01.01.17 und 2,7% ab 01.09.17 und entsprechende Erhöhungen der Bereitschaftsdienstentgelte.

 

 

Änderungen im Erziehungsdienst und Friedhofsdienst des KAT

Der Änderungstarifvertrag Nr. 10 zum KAT liegt nun unterschriftsreif vor. Die Aufwertung des Erziehungsdienstes im KAT ist gelungen. Im Übrigen wurden noch einige Änderungen im Bereich des Friedhofsdienstes vereinbart.

Folgende Verbesserungen konnten erreicht werden (Abt. 3 -Erziehungsdienst) ab 1. April 2017

- alle Arbeitnehmerinnen der Entgeltgruppen    K 4 – K 11 erhalten eine Zulage in Höhe von    50,00 Euro

- Heilpädagoginnen und Leitungen einer Kita mit mindestens 10 Gruppen (K 11) bekommen nach 18 Jahren Erfahrungszeit eine monatliche Zulage in Höhe von 176,00 Euro.    Bisher erhielten diese Zulage nach Vorbemerkung 3 nur Kindertagesstättenleitungen    in den Entgeltgruppen K 7 – K 10

ab 1. Juli 2017

- Arbeitnehmerinnen in den Entgeltgruppen    K 7 – K 11 erhalten eine weitere Zulage in Höhe von 50,00 Euro auf insgesamt 100,00    Euro.

Ab dem 1. Oktober 2017 ändert sich für einige Kitaleitungen die Eingruppierung bzw. die Zuweisung der Protokollnotiz 1. (Protokollnotiz 1 beinhaltet die Zulage in Höhe der Hälfte des Unterschiedsbetrages zwischen der entsprechenden Stufe der Entgeltgruppe und der gleichen Stufe der nächst höheren Entgeltgruppe).

Neben den oben beschriebenen Zulagen erhält die

- Kitaleitung mit mindestens 2 Gruppen Protokollnotiz Nr. 1 -  Kitaleitung mit mindestens 4 Gruppen    Protokollnotiz Nr. 1

- Kitaleitung mit mindesten 5 Gruppen wird höhergruppiert in K 10

- Kitaleitung mit mindestens 7 Gruppen erhält ebenso Protokollnotiz Nr. 1.

Besonderheiten innerhalb der Grenzen Hamburgs. Die in Schleswig-Holstein zeitlich gestaffelten Änderungen werden in Hamburg bereits am 1. Januar 2017 wirksam.

Die oben bezeichneten Zulagen und Neueingruppierungen gelten dann bereits ab dem 1. Januar 2017.

Außerdem bestimmt die neue Protokollnotiz Nr. 3 zur Entgeltordnung, dass Arbeitnehmerinnen, die überwiegend in einer Kindertagesstätte innerhalb der Grenzen Hamburgs tätig sind, ein um jeweils eine Stufe höheres Entgelt vorweg gewährt wird. Zudem wird nach 18 Jahren Erfahrungszeit ein um 3 % gegenüber der 5. Entgeltstufe erhöhtes Entgelt gewährt.

 

Als eine weitere wichtige Änderung nicht nur für den Bereich des Erziehungsdienstes wird ein neuer Absatz in § 14 eingefügt.

Diese Vorschrift ist auf alle Mitarbeiterinnen im KAT-Bereich anzuwenden. § 14 Abs. 3 a ermöglicht dem Anstellungsträger zur Deckung des Personalbedarfs oder zur Bindung von qualifizierten Fachkräften, ein bis zwei Stufen ganz oder teilweise vorweg zu gewähren.

Im Übrigen können die Kolleginnen und Kollegen in der Entgeltstufe 5 bis zu 15 % der Stufe 2 zusätzlich erhalten.

Diese Vorschrift ist nicht ganz unproblematisch, da sie als Kann-Vorschrift ausgestaltet wurde. Dennoch wird hier die bisher nicht vorgesehene Möglichkeit einer höheren Entlohnung normiert.

Die Kolleginnen und Kollegen sollten hier ihre Anstellungsträger auf die Neuerung hinweisen und ggf. Stufenerhöhungen beantragen.

Änderung im Friedhofsdienst (Abt. 4):

- Es gibt eine neue Definition der Leitungsfunktion:

Der Begriff des Wirtschaftsbetriebs fällt weg und wird durch die Leitung ersetzt. Es gibt dann einen Aufgabenkatalog, der für die Leitung erfüllt sein muss. Zu diesem Aufgabenkatalog gehört dann:

- Aufstellung des Wirtschafts-/Haushaltsplans - Aufstellung der prüffähigen Jahresrechnung mit Gewinn- und Verlustrechnung

- Erstellung der Kostenrechnung und Wirtschaftlichkeitsvergleiche

- und Berechnung der Nutzungsentgelte und Entgelte.

 

Außerdem wird der Begriff angelegte Fläche wie folgt erläutert:

Angelegte Fläche ist die Fläche, die nicht Erweiterungsland ist und durch eine Wegeführung erschlossen und bewirtschaftet wird.

Im Übrigen wurde eine Eingruppierungsalternative geschaffen, für die Fälle, in denen die Arbeitnehmer auch eine Leitungsfunktion auf dem Friedhof wahrnehmen, ohne aber die obigen Voraussetzungen (Aufgabenkatalog) zu erfüllen.

Die Arbeitnehmerin nimmt dann zwar auch eine Leitungsfunktion auf dem Friedhof wahr, die aber nicht ganz der oben bezeichneten

Leitung entspricht.

Die Arbeitnehmer müssen die organisatorische Verantwortung tragen und es muss Weisungsbefugnis gegenüber mindestens einer Arbeitnehmerin bestehen.

In der Änderungsfassung wurde nur mit uns, der Kirchengewerkschaft, im Übrigen noch eine weitere Entgeltgruppe, die K 13, eingeführt.

Erforderlich ist hier die Leitung eines oder mehrerer Friedhöfe mit mindestens 40 Hektar angelegter Fläche.

Wir gehen davon aus, dass in den betreffenden Fällen unsere Fassung Anwendung findet.

Wir sind der Auffassung, dass wir mit den Änderungen sehr zufrieden sein können.

Wir bleiben dran, weitere Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen zu erreichen.

 

 

Silvia Schmidbauer  

Syndikusrechtsanwältin der Kirchengewerkschaft und Mitglied der Tarifkommission LV Nord

Ohne Dich sind wir eine*r zu wenig!

 

 

             

 


Kontaktdaten der Kirchengewerkschaft